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Die deutsche Pluralbildung:
Ausnahmen bei Substantiven ohne Pluralendung


 
von Veronika Amann

 
Für welches Niveau ist dieser Blogartikel geschrieben?
Dieser Artikel zum Thema „Die deutsche Pluralbildung: Ausnahmen bei Substantiven ohne Pluralendung“ richtet sich an alle, die Deutsch ab dem Niveau A2 lernen.

Die deutsche Pluralbildung

In dem Artikel „Die Pluralbildung bei deutschen Substantiven“ haben wir Ihnen bereits verschiedene Arten der Pluralformen vorgestellt.
Hierbei handelte es sich immer um Endungen, die an den Wortstamm eines Substantivs angehängt werden und somit die Mehrzahl dieses Wortes bilden.

Wir wiederholen das Prinzip gerne nochmals für Sie:

Wortstamm eines Substantivs im Nominativ, Singular +
Pluralendung z.B.: -er, -(e)n, -s, oder -e
→ Pluralform des Substantivs
 
Beispiel:
die Stimme +
-n
→ die Stimmen

Pluralformen deutscher Substantive ohne eine Pluralendung

Bei einigen deutschen Substantiven benötigt man keine Pluralendung.
Man erkennt die Pluralform dieser Wörter entweder an der Pluralform des Artikels oder einer Änderung des Stammvokals in einen Umlaut.
Folgende Wortendungen im Singular verändern sich häufig nicht: -er, -el, -en, -chen, und -lein.

Deutsche Substantive auf die Endung -er , -el und -en ohne Pluralendung

Bei den Wörtern, die auf -er, -el und -en enden und die keine Pluralendung haben, wird aus dem Stammvokal „a“, „o“ oder „u“ sehr häufig ein Umlaut.

Beispiel:
der Garten → die Gärten
der Vater → die Väter
der Schnabel → die Schnäbel
die Tochter → die Töchter

Leider gibt es zu dieser Regel auch Ausnahmen:

Beispiele von Wörtern, die auf -er, -el oder -en enden und deren Vokal erhalten bleibt:
das Wunder → die Wunder
der Tunnel → die Tunnel

Beispiele von Wörtern, deren Vokal nicht zu einem Umlaut werden kann oder die bereits in der Singularform einen Umlaut haben:
der Schüler → die Schüler
der Lehrer → die Lehrer
das Segel → die Segel

Mehr über die Umlaute im Deutschen finden Sie in unseren Artikeln zum deutschen Alphabet oder zur Umlautveränderung der Vokale bei Pluralformen.

Deutsche Substantive mit der Endung -chen oder -lein ohne Pluralendung

Die Endungen -chen und -lein verwendet das Deutsche um den Diminutiv, also eine Verkleinerung auszudrücken.
Anstelle von „Baum“ kann man zum Beispiel „Bäumchen“ sagen, wenn man betonen will, dass der Baum noch sehr klein ist.
Sie sehen, bei der Diminutivform kommt es in der Regel wieder zu einer Änderung der Vokale in einen Umlaut.
Die Diminutivformen ändern sich im Plural nicht. Aus „das Bäumchen“ wird im Plural „die Bäumchen“. Der Artikel markiert bei diesen Formen den Plural oder den Singular.

Beispiele für die Pluralformen der Verkleinerung deutscher Substantive:

Grundform im Singular
Verkleinerungsform im Singular
Verkleinerungsform im Plural
die Mutter
die Mütterlein
die Mütterlein
die Katze
das Kätzchen
das Kätzchen
das Brot
das Brötchen
das Brötchen
das Haus
das Häuschen
die Häuschen

Möchten Sie noch mehr über die Pluralbildung der deutschen Substantive erfahren?
Auf unserem Blog finden Sie weitere Artikel zu diesem Thema:


Um das soeben Gelernte zu vertiefen, empfehlen wir Ihnen unsere Übungen zur Pluralbildung im Deutschen: Substantive ohne Pluralendung.


 
 

Über die Autorin

Veronika Amann arbeitet seit 2012 als Werkstudentin bei Sprachenlernen24.
 
Zu ihren vielfältigen Aufgaben gehört u.a. das Verfassen von Blog-Artikeln, das Designen von HTML-Seiten oder das Lektorat von Grammatiken.

Veronika studiert Regenerative Energien – Elektrotechnik an der Hochschule München.
 
Ihre Semesterferien nutzt sie, um von Nicaragua über Irland bis Wien um die Welt zu reisen.
Ihre nächsten Ziele sind Marokko und Schottland.

Veronika spricht, neben Deutsch und Bairisch, Englisch, Spanisch und außerdem Lettisch.
Eine Sprache, die sie während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in Lettland gelernt hat.
 
Wenn Veronika einmal nicht die Welt umreist oder gerade am Kofferpacken ist, findet man sie häufig bei Unternehmungen mit Freunden in München und Umgebung.

Über diesen Blog

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